Ev.-luth. Erlösergemeinde Emden-Borssum

Stadtteil

Stadtteilinitiative Borssum (SIBO) im Ratsausschuss für Gesundheit und Soziales

Quelle: Erlöser Borssum
Die Stadtteilinitiative Borssum (SIBO) war eingeladen, im Ratsausschuss für Gesundheit und Soziales zu berichten. „Wir werden inzwischen gehört”, freute sich Pastor Wolfgang Ritter, der gemeinsam mit Jasamin Pajeh vom Jugendzentrum Borssum und Rainer Seemann von der Oberschule Borssum die Initiative vertrat. Die Stadtteilinitiative, ein Zusammenschluss verschiedener Vereine, Einrichtungen und Verbände, gibt es inzwischen seit fast genau neun Jahren.  Die SIBO fördert und belebt das Gemeinwesen durch die Vernetzung verschiedener Sichtweisen und gemeinsame  Aktivitäten. Eine Mitarbeit ist über die verschiedenen teilnehmenden Vereine und Institutionen zu den besonderen Veranstaltungen möglich.   Viele Emder erinnern sich gern an  das große Borssumer Ernte- und Volksfest mit Gottesdienst im Festzelt und Erntekorso. Es gab eine Dorfgemeinschaft mit den fünf Trägervereinen (Blau-Weiss, Heimaterde, Feuerwehr, BIB, AWO). Unter dem Motto „Erntedankfest besucht Früchtefest“ hat die SIBO die alte Tradition 2012 aufgenommen. Sie führt die Borssumer Erntetradition durch Gottesdienste, aber auch kleine Umzüge mit geschmückten Fahrrädern, Bollerwagen und Kettcars fort. Die SIBO hilft beim Früchtefest im Ökowerk mit. Im Jahr 2018 fand im Ökowerk erstmals ein Gottesdienst zum Früchtefest statt.  Schwerpunkt „Freibad Borssum“: Von 2011 – 2016 stand ein Samstag im Frühjahr im Zeichen der neuen Saison. Becken wurden vorbereitet und  Malerarbeiten durchgeführt.  Beete und Hecken wurden geschnitten, sowie Wege vom Unkraut befreit. Zur festlichen Eröffnung des Freibades wurde eingeladen mit Live-Musik, Spielangeboten, Kaffee und Kuchen, sowie einem Grillstand. Der drohenden Schließung des Bades 2017 begegnete die SIBO mit einer großen Kundgebung. Die SIBO setzt sich am Runden Tisch für das Bad ein. Angestrebt wird eine Kooperation mit der Friesentherme durch die Gründung eines Fördervereins.

Die Stadtteilinitiative (SIBO) feiert erstmals ein Fest der Borssumer Vereine im September 2011 im Kirchenpark.  -  Seit 2014 findet das internationale „Fest der Begegnung“ statt. Es begann in der Wilhelm-Leuschner-Strasse (2014 und 2015). Es war seitdem an unterschiedlichen Orten: Blau-Weiss-Sportplatz 2016, Oberschule Borssum 2017, Kirchenpark der Erlösergemeinde 2018. 

Ziele haben sich teilweise erfüllt. Ohne die SIBO gäbe es keine Zukunft für das Borssumer Freibad. Dass Gemeinwesenarbeit durch die öffentliche Hand notwendig ist, wurde erkannt durch die Einrichtung verschiedener Stellen als Leuschnertreff, Flüchtlingsberatung und Schulhaus. Diese Angebote können die bestehenden ergänzen Die SIBO wird an einer transparenten Vergabe von Mitteln durch den neu aufgelegten Stadtteilfonds mitwirken. 

Moin, moin,Borssum!

Quelle: Erlser Borssum
„Hier gibt es fast alles –nur kein Freibad mehr“, so fasste die Emder Zeitung eine Umfrage zusammen, die am 1.2.2019 veröffentlicht wurde. Kein Freibad? Doch, das gibt es noch! Aber im Blick auf das Freibad Borssum wird es wieder einmal ernst, wenn über die Zuschüsse entschieden wird. Eine Informationsveranstaltung der SIBO ist geplant für den 4.4.2019 um 19 Uhr im Ems-Stadion am Wykhoffweg. Am 6.4.2019 wollen wir uns um 11 Uhr vor dem Freibadversammeln und ein Transparent aufhängen. Bild: Titelbild der Emder Zeitung 29.10.2018

Allen, die in den letzten Wochen einen freiwilligen Gemeindebeitragfür unser Projekt „Wohnküche“ gegeben haben, sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt. Ich sage allen Dank, die dabei bleiben oder wieder eintreten. Im Namen des Kirchenvorstands wünsche ich Ihnen und euch ein gesegnetes Jahr 2019! Es wäre schön, wenn wir uns sehen;)

Notfallseelsorge und Sonntagsöffnung

Quelle: Erlser Borssum
Sorge um Emder NotfallseelsorgeZahl der teilnehmenden Pastoren ist mit den Jahren deutlich gesunken

Emden. Um den Fortbestand der Notfallseelsorge (NFS) in Emden 2019 zu sichern, gehen die Emder Notfallseelsorger unter der Leitung von Pastor Wolfgang Ritter neue Wege. So wollen die Emder Notfallseelsorger den (Wieder-)Einstieg für Kollegen und Kolleginnen erleichtern: Jeder hauptamtlich angestellte Pastor und jede Pastorin in der Ökumene, egal ob in Gemeinde oder in einem Funktionspfarramt, kann sich 2019 für halbe Dienstwochen in einen Online-Kalender eintragen. Wer noch unsicher ist, ob er oder sie die Aufgabe bewältigen kann, kann sich für vier halbe Wochen im Jahr verpflichten. Die jetzt den Dienst versehenden Notfallseelsorger übernehmen die Wochen, die übrig bleiben. „Es wäre wirklich schön, wenn wieder mehr mitmachen”, erklärte Wolfgang Ritter in einer Pressemitteilung.

Stellenkürzungen allein sind es nicht, die dazu geführt haben, dass aus 30 mitwirkenden Pastoren und Pastorinnen aus sechs Konfessionen im Jahre 2003 aktuell sechs Kollegen aus drei Konfessionen geworden sind, heißt es in der Mitteilung weiter. Es sind die lutherischen Pastoren Onno Schulz, Christoph Jebens, Meenke Sandersfeld und Wolfgang Ritter sowie Michael Burg (Baptisten) und Stephan Fielers (katholisch). Sie wechseln sich bei den Dienstwochen ab. Sie haben im letzten Jahr sieben bis acht Wochen Bereitschaftsdienst im Bereich dieser psychosozialen und seelsorgerlichen Krisenintervention gehabt. Es gab etwa 20 Einsätze.

Der Notfallseelsorgedienst (NFS) ist ein freiwilliges Angebot der Kirchen an die Verbände und Gruppen, die im Notfallbereich tätig sind (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste, Notärzte). Einsatzindika-tionen sind zum Beispiel dasÜberbringen einer Todesnachricht, die Betreuung von Angehörigen und Betroffenen in Notsituationen oder auch die Nachbesprechung von Einsätzen mit den Ret-tungskräften. (Emder Zeitung vom 18.1.2018)

Den Sonntag bitte nicht weiter aushöhlen

Kirche und Gewerkschaften wenden sich gegen den Vorstoß des IHK-Präsidenten Bernhard Brons vermehrt verkaufsoffene Sonntage anzubieten, indem immer eine von acht Städtendie Geschäfte öffnet. Sowohl der stellvertretende Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emden-Leer, Wolfgang Ritter, als auch der Fachsekretär von Verdi, Maiko Schulz, betrachten diesen Vorschlag zur Belebung der Innenstädte als ungeeignet. „Wir halten davon gar nichts”, sagte Schulz. Grundsätzlich sieht Pastor Ritter Vorbehalte, die „Sonntagsheiligung noch weiter auszuhöhlen”. Es sei ein hohes Gut, sich, neben dem möglichen Kirchgang morgens, an den Nachmittagen frei privat verabreden und Zeit mit der Familie verbringen zu können. Auch das gesamte gesellschaftliche Leben, wie Sportveranstaltungen etwa, würde sich verändern, wenn die Sonntage nicht mehr verlässlich für die meisten frei von Arbeit wären. „Ich teile das Anliegen, Städte lebendiger zu gestalten”, sagte Ritter, „aber das immer gleich mit Verkauf und Produktion zu verbinden, finde ich nicht in Ordnung.” (Emder Zeitung vom 18.1.2019)
Quelle: Erlser Borssum
Bild: „Wir freuen uns, gemeinsam mit so tollen Projektpartnern etwas Neues auf die Beine zu stellen“, freute sich Birgit Momberger, Leiterin der vhs Emden mit den Projektpartnern. Von links: Pastor Wolfgang Ritter (Erlösergemeinde), Birgit Momberger (VHS), Claudia Ohmert (Kunsthalle) Birte Engelberts (Hochschule), Tobias Kokkelink (Musische Akademie), Vitor Ramos (Kunsthalle), Marc Delskamp (VHS).

Erstmalig bietet die vhs Emden auch Sprachkurse gezielt für geflüchtete Frauen an. Um dieser Personengruppe nun auch den Zugang zu einem Sprachkurs zu ermöglichen, konnte eine Kooperation mit der ev.-luth Erlösergemeinde Emden-Borssum geschlossen werden. Das Ziel des Projektes besteht darin, dass die geflüchteten Frauen sich in Alltagssituationen auf einfache Weise verständigen können und z.B. Fragen zu ihrer Person, Familie, Einkaufen oder Arbeit beantworten können.

Im musikalischen Teil des Kooperationsprojekts wird gemeinsam in der Gruppe musiziert. Dabei gehen die Kursleiter von der musischen Akademie auf eventuell schon vorhandene musikalische Fähigkeiten der Teilnehmenden ein. Zum Abschluss des Kurses gestalten die Teilnehmenden ein oder zwei öffentliche Auftritte. - Gemeinsam mit der Kunsthalle Emden erlernt die Gruppe das Sprechen über Kunst und deren Wirkungsmacht. Der Dozent sammelt im Museum Ideen und Anregungen für eigenes künstlerisches Tun und Handeln. Als Abschluss des Projektes soll eine Ausstellung der Teilnehmenden in den Räumen der Kunsthalle stattfinden, die die Arbeit der Geflüchteten würdigt und zum Ausdruck bringen soll, dass diese als Teil der Gesellschaft gehört und betrachtet werden.

In Kooperation mit der Hochschule Emden/Leer erhalten Teilnehmende einen Einblick in die Zulassungs- und Bewerbungsverfahren der Hochschulen und können Angebote der allgemeinen und fachspezifischen Studienberatung nutzen. Am Ende des Kurses sollen die Teilnehmenden eine kompetente Sprachverwendung auf dem Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens erreicht haben.

Die Stadtteilinitiative Borssum (SIBO) ist ein freiwilliger Zusammenschluss verschiedener Vereine, Einrichtungen, Kirchengemeinden und Verbände im Stadtteil Borssum.



„Gemeinsam sind wir stärker“

Eine Lobby für den Stadtteil und die Menschen vor Ort.

Die SIBO fördert und belebt das Gemeinwesen durch die Vernetzung verschiedenen Sichtweisen und gemeinsame Aktivitäten.

Sie wollen uns unterstützen durch Spenden oder Mitarbeit?

Kontakt:

Anja Kujas 04921 / 874253 Wolfgang Ritter 04921 / 55244

Geschichte:

Gründung am 14.4.2010 mit Vertretern der beiden evangelischen Kirchengemeinden, Schulen, Kindergärten, Jugendzentrum, Feuerwehr und BlauWeiss-Borssum. Ziele: Gemeinsam für Borssum. Nahe bei den Menschen. Gut vernetzt sein.
Zurzeit aktiv:
Ev.-luth. Erlösergemeinde Emden-Borssum Freiw. Feuerwehr Borssum Blau-Weiss-Borssum Förderverein Westerburgschule Borssum Kinder- und Jugendzentrum Borssum AWO Kreisverband Emden Oberschule Borssum Lebenswertes Borssum (FD Gemeinwesenarbeit) Westerburgschule Borssum Schulsozialarbeit Oberschule Borssum Ökowerk Borssum Ev. ref. Kita Borssum SPD Emden – Süd Kleingartenbauverein Heimaterde

Lobbyarbeit für den Stadtteil:

Für das Jugendzentrum, u.a. Besuch des Emder Rates. Erhaltung des Schulzentrums „Osterburg“. Beteiligung an der öffentlichen Schuldebatte
Schwerpunkt „Freibad Borssum“:

Von 2011 – 2016 stand ein Samstag im Frühjahr stand im Zeichen der neuen Saison. Becken wurden vorbereitet und Malerarbeiten durchgeführt. Beete und Hecken wurden geschnitten, sowie Wege vom Unkraut befreit.

Zur festlichen Eröffnung des Freibades wurde eingeladen mit Live-Musik, Spielangeboten, Kaffee und Kuchen, sowie einem Grillstand.

Der drohenden Schließung des Bades 2017 begegnete die SIBO mit einer großen Kundgebung. In der Stadt Emden spricht man vom „Borssumer Spirit“. Die SIBO setzt sich am Runden Tisch für das Bad ein.

Belebung durch Begegnung:

Die Stadtteilinitiative (SIBO) feiert erstmals ein Fest der Borssumer Vereine im September 2011 im Kirchenpark.

Seit 2014 findet das internationale „Fest der Begegnung“ statt. Es begann in der WilhelmLeuschner-Strasse (2014 und 2015). Es war seitdem an unterschiedlichen Orten: Blau-Weiss-Sportplatz 2016, Oberschule Borssum 2017, Kirchenpark der Erlösergemeinde 2018.
Die drei Feste der Begegnung der SIBO haben diesen Schritt vorbereitet: Ab Oktober wird es eine feste Anlaufstelle aller Bewohner der Wilhelm-Leuschner-Siedlung geben. Wochentags von 10 – 14 Uhr wird die Sozialarbeiterin Karin Spengler mit anderen Integrationslotsen dort beraten und den Austausch mit Borssumer Organisationen suchen. Der Treffpunkt in der Hausnummer 45, Erdgeschoss links hat zwei Büros und einen Mehrzweckraum.
Genutzt werden sollen die Räume von beratenden Institutionen u.a. von Ehrenamtlichen wie der SIBO, der Stadtteilinitiative Borssum und dem Jugendbüro. „Wir finden das extrem gut”, sagte Matthias Arends von der SIBO. „So können wir auch Kontakte knüpfen. Die Siedlung in der Wilhelm-Leuschner-Strasse hat 350 Wohnungen. Dass dort auf engstem Raum das Zusammenleben derart brisant ist und Handlungsbedarf besteht, sei erst durch neue Datenerhebungen deutlich geworden. Der bisherige Quartiers-Manager aus Barenburg, Martin Schabler ist als Sozialplaner eingestellt worden. Schabler hatte begonnen die Wohngebiete „kleinräumiger“ zu betrachten. Auffällig ist der auch Vergleich zu Barenburg und anderen Stadtteilen extrem hohe Anteil an Kindern und Jugendlichen und die hohe Anzahl von Flüchtlingen. Bei beiden Faktoren ist die Siedlung Spitzenreiter in Emden.

Außerdem schauten die Anwesenden zufrieden zurück auf das „Fest der Begegnung“ auf dem Gelände von BWB. Aufgefallen ist, dass dieses Mal nicht nur BewohnerInnen der Wilhelm-Leuschner-Straße das Fest besucht haben. Vorfreude gab es im Blick auf das traditionelle Erntedankfest, das mit einem Gottesdienst in der ev. -lutherischen Erlöserkirche gemeinsam mit der ref. Gemeinde eingeläutet wird. Mitglieder der SIBO werden am 25.9.2016 dabei sein. Anschließend findet das Früchtefest im Ökowerk Borssum statt.
Quelle: Erlser Borssum
Foto: Die Mitglieder der Stadtteilinitiative Borssum (SIBO)wurden zuerst informiert. Foto von links: Uwe Weets, Mica Otto, Eckhard Lukas, Stephanie Vergiris, Jasamin Pajeh, Rainer Seemann, Gertraud Rehnert, Melanie Tammen, Daniela Arends, Geraldo Gashi, Ludger Bruns, Yannik Hölscher, Mathias Arends, Martin Schabler, Wolfgang Ritter

Chor „Farbtupfer“ sang im „Domizil am Deich“ und im „Haus Simeon“

Der Chor „Farbtupfer“ trifft sich an jedem Montag zum Singen. Am 2. Mai haben wir im „Domizil am Deich“ ein kleines Konzert gegeben. Von Frau Halbauer herzlich willkommen geheißen, fallen unsere Blicke im Eingangsbereich auf ein schönes Plakat, das unseren Besuch ankündigt. Unsere Chorleiterin Ute Frank begrüßt die Zuhörer. Viele erwartungsvolle Gesichter, Frauen und Männer, schauen uns entgegen. Einige von ihnen besuchten in früheren Jahren regelmä-ßig unsere lutherischen Gemeindekreise. Wir singen Maien- und Sommerlieder und stellen fest, dass gerne mitgesungen wird. „Geh aus mein Herz und suche Freud´“ ist fast allen bekannt. Ich blicke zufällig in das Gesicht eines Zuhörers, der früher immer im Chor von Blau- Weiß Borssum mitsang. Der Singnachmittag war wohl für alle ein schönes Erlebnis. Kaltgetränke werden uns zum Schluss angeboten. Dabei finden noch kurze und herzliche Gespräche unter uns allen statt. Hinzufügen möchte ich noch, dass eine Chorschwester uns fragte, ob wir bereit wären, ihrer Schwiegermutter, die im „Haus Simeon“ lebt, zum 91. Geburtstag ein Ständchen zu bringen. Alle stimmten zu und in einem wunderschönen Innenhof, in einem überdachten Win-tergarten, sangen wir dann Frühlingslieder und Choräle. Viele Bewohner hörten aufmerksam und dankbar unserem Gesang zu. Das war am 11. April.

Starker Auftritt der neuen Oberschule Borssum beim 3. SIBO - „Fest der Begegnung“

Am Sonntag, den 19. Juni 2016 hat die Stadtteilinitiative Borssum (SIBO) das „Fest der Begegnung" gefeiert. Die neue Oberschule Borssum hat dabei „angekommen“ und hat auf sympathische Weise auf sich aufmerksam gemacht.

Mit tatkräftiger Unterstützung vieler Mitorga-nisatoren hatte das Fest dazu einiges zu bieten. Das Jugendzentrum Borssum veranstalte-te unter anderem ein Soccerturnier. Der För-derverein der Westerburgschule sorgte für Riesenseifenblasen.

Die Tanz-AG bot drei tolle Tänze. AWO und ev.-luth. Erlösergemeinde ver-sorgten die Gäste mit Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und Waffeln. BW Borssum und die SPD Emden-Süd kümmerten sich um Getränke, Pommes und gegrillte Bratwürste. Im Laufe des Nachmittages wurde das Wetter immer wärmer und immer mehr Kinder kamen mit ihren Anhängen zum Fest, um einiges zu entdecken: Die Feuerwehr baute ihr Löschhaus auf und sorgte für eine kleine Einsatzübung.

Die neue Oberschule Borssum organisierte eine Hüpfburg und baute Jakkolos und Rudergeräte sowie eine Apfelschälmaschine auf.

Nach zwei Jahren in der Wilhelm-Leuschner-Strasse, einer Wohnanlage mit ca. 350 Wohnungen, fand das Fest auf dem Gelände von Blau Weiß Borssum statt. Der Stadteil Borssum hat in den letzten Jahren starke Zuzüge durch Flüchtlin-ge und Menschen mit Migrationshintergrund erlebt. Im Wykhoffweg entsteht gerade ein sozialer Neubau mit sechzig Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen. Die Oberschule Borssum ist dabei, sich einzugewöhnen.

Großer Frühjahrsputz im Freibad Borssum

Das war richtig gut! Gute Werbung, gute Beteiligung aus verschiedenen Gruppen und Einrichtungen. Gute Stimmung. Erstmals haben auch Flüchtlinge geholfen. Zur Belohnung gab es einmal freien Eintritt und man konnte eine Saisonkarte gewinnen. P.S.: SIBO jetzt auch auf Facebook. PPS: Das Bad wird am Pfingstmontag, den 16. Mai eröffnet.
Quelle: Erlser Borssum

„More than Gospel“

bot dacapo-Moormerland am Samstag, dem 5.03.2016 um 19.30 Uhr, in unserer Kirche. Etwa 100 besucher und Besucherinnen waren begeistert. Sie brachten das mit stehendem Applaus zum Ausdruck und der Chor mußte zwei Zugaben geben. Der Chor besteht seit 20 Jahren und möchte seine Zuhörer mit einer bewährten Mischung aus beschwingten und besinnlichen Liedern unterhalten und mitnehmen. Musikalisch wurde ein weiter Bogen von Gospel, Spiritual und afrikanischen Liedern über klassische Werke bis hin zu Popsongs gespannt. Die 50 Sängerinnen und Sänger gastierten das vierte Mal in Borssum. Der Chorleiter Matthias Eich bot mit seiner Frau Jane an der Geige ein hinreißendes Duett.
Quelle: KG Erlser

Zur Stolperstein-Verlegung im Vorwerker Weg

Im Vorwerker Weg vor den Häusern Nr. 20 und 30 wurden am 4. Dezember sog. Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig für die Opfer des Nationalsozialismus Klaas-Frerich-Grensemann und Johann Wilkens verlegt. Um die Verlegung des Steins vor dem Haus Nr. 20 gab es anschließend eine Kontroverse. Der Eigentümer hat den Verlegeort verändert. Frauke Janssen und Svea Poppen hatten im Namen der Erlösergemeinde die Zeremonie mitgestaltet und die Biographien verlesen.

Wir widmen der Biographie von Johann Wilkens heute noch einmal besondere Aufmerksamkeit: „Johann Wilkens, Jahrgang 1910, wurde 1933 auf die Arbeit im Emder Widerstand aufmerksam. Er wurde Mitglied der KPD, verteilte auch nach dem Verbot der Partei weiterhin Flugblätter und kassierte Beiträge. Er engagierte sich in der politischen Jugendarbeit und war Mitglied in der Roten Hilfe. Er wurde am 19. Oktober 1937 in Emden verhaftet und wegen ‚Vorbereitung zum Hochverrat’ zu 2 Jahren und 3 Monaten Strafhaft und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Die Einberufung zu der Strafeinheit 999 erfolgte am 15. November 1942 nach Heuberg. Die Strafkompanie verlegte man kurz darauf nach Nordafrika, wo er am 5. Juni 1943 umgekommen. Er wurde später auf den Gemeindefriedhof Tunis, Deutsche Abteilung, umgebettet.
Quelle: KG Erlser
Foto, von links: Svea Poppen, Gunter Demnig und Frauke Janssen.
Quelle: KG Erlser

„Happiness“ sorgte für Frohsinn und gute Laune

So überschrieb Werner Zwarte in der Ostfriesenzeitung seinen halbseitigen Bericht über ein mitreißendes Konzert, hier einige Auszüge:

„Fast 300 Zuschauer füllten am späten 1. Advent den Gemeindesaal der Erlöserkirche. Trotz der Vielzahl von Veranstaltungen am Wochenende in der Stadt wußte sich der Chor „Happiness“ zu behaupten und sorgte mit seinem weihnachtlich angehauchten Konzert für ein volles Haus. Es ist ein Chor von wahrlich guter Klangfülle. Zum Repertoire gehören Welthits, aber auch Gospels christlicher Orientierung. Bestechend ist die Ausstrahlung dieser etwa 30 Männer und Frauen, die es von Konzertbegin an schaffen, Frohsinn und gute Laune zu vermitteln. Kein Wunder, wenn man Peter Zimmermann als „Spiritus rector“ hat…
Quelle: KG Erlser

Borssum ist ein östlich des Hafens gelegener Stadtteil der Seehafenstadt Emden.

Er hatte 2010 6052 Einwohner (inklusive Hilmarsum). Der Stadtteil Borssum (alternative, aber veraltete Schreibweise: Borßum) liegt im Osten der Seehafenstadt. Er wurde 1928 nach Emden eingemeindet.

Borssum grenzt im Westen an die Stadtteile Port Arthur/Transvaal, Friesland und Herrentor, im Norden an die Stadtteile Wolthusen und Uphusen sowie im Osten an die Stadtteile Hilmarsum und Jarßum.

Die Stadtverwaltung rechnet auch die geografisch klar von Borssum zu trennende Siedlung Hilmarsum zu Borssum. Der Stadtteil hat (inklusive Hilmarsum) 6052 Einwohner (31. Dezember 2010).

Gewässer

Borssum liegt unmittelbar an der Ems. Nördlich des Ortskerns fließt zudem der 1894–1897 erbaute Ems-Seitenkanal entlang. Weiter nördlich in der Borssumer Gemarkung und in etwa parallel zum Ems-Seitenkanal fließt das Fehntjer Tief. Es handelt sich auf diesem Abschnitt um eine im 17. Jahrhundert angelegte, künstliche Erweiterung der Flumm, eines natürlichen Flüsschens in der Gemeinde Großefehn. Nach Anlegung des Westgroßefehns durch Emder Bürger im Jahre 1633 wurde die Flumm, die bis dahin in Richtung Oldersum floss, durch einen Kanal ergänzt, der sie direkt mit Emden verband. Von einer Stelle wenige Kilometer nördlich von Oldersum (beim Hof Monnikeborgum) wurde das Tief durch Ausheben künstlich in Richtung Westen, also Emden, verlängert. Dies geschah, um den Abtransport des Torfs aus den Fehnen nach Emden zu verbessern. Zwischen Petkum und Herrentor hieß das neu gegrabene Tief zunächst Sägemüllers Tief und zwischen Petkum und Oldersum Grove (von graben), später dann im Zuge einer Vereinheitlichung des Gewässernamens einfach Fehntjer Tief.

Geschichte

Der historische Name Borssums ist „Borshem“ (alternativ auch „Borzhem“), was wiederum „Heim des Borsu“ bedeutet. Die ursprüngliche Siedlung wurde schon im 7. Jahrhundert n. Chr. an der Emsmündung nahe der Stadt Amuthon (das heutige Emden) gegründet.

Borssum war in früheren Jahrhunderten in die Ortschaften Klein-Borssum und Groß-Borssum unterteilt. Zur Zeit der Ostfriesischen Häuptlinge sind auch für Borssum solche überliefert, jedoch ist bislang nicht erkennbar geworden, ob es sich – wie anderenorts in Ostfriesland – um Familien handelte.

In den Jahren 1629 bis 1631 erwarb die Stadt weitere umliegende Herrlichkeiten am rechten Ufer der unteren Ems. Aus dem Besitz der Familie Frese in Uttum und Hinte kamen die Herrlichkeiten Groß- und Klein-Borssum, später auch Jarßum und Widdelswehr hinzu, wofür Emden zusammen etwas mehr als 21.000 ostfriesische Gulden zahlte. 1631 schließlich erwarb Emden die flächengrößte seiner Herrlichkeiten, Oldersum, mitsamt dem umliegenden Dörfern Gandersum, Rorichum, Tergast und Simonswolde. Dafür zahlte die Stadt rund 60.000 Reichstaler. Bis auf die Herrlichkeit Petkum beherrschte Emden damit das gesamte untere rechte Emsufer.

Die Erwerbungen, aus geografisch-strategischen Erwägungen vorgenommen, sollten nach dem Willen der Emder Stadtführung künftig auch einem weiteren Zweck dienen: Durch die Herrlichkeiten erhoffte sich Emden etwa ab 1636 Sitz und Stimme in der Ritterschaftskurie der Ostfriesischen Landschaft.

„Erst nachträglich hatten Althusius und andere gewitzte Juristen aus der Titulatur Bürgermeister und Rat der Stadt Emden, Herren und Häuptlinge zu Oldersum etc., die die städtischen Regenten zu Recht führen durften, diese Möglichkeit, das Gewicht der Stadt zu verstärken, abgeleitet. Trotz heftiger Auseinandersetzungen wurde Emden die Mitgliedschaft in der landständischen Ritterkurie allerdings nicht zugestanden, alle anderen aus dem Eigentum an den Herrlichkeiten sich ergebenden Herrschaftsrechte, deren Inanspruchnahme von dem persönlichen Adel nicht abhängig war, standen der Stadt selbstverständlich zu. In Up- und Wolthusen, in Borssum und Oldersum saßen daher vom Rat eingesetzte Verwaltungs- und Rechnungsbeamte sowie Richter, die im Namen der Stadt als lokale Obrigkeit fungierten. Alle Herrlichkeiten bildeten somit eigene Verwaltungsbezirke und waren kein integraler Bestandteil des eigentlichen Stadtgebietes.“

– Bernd Kappelhoff: Geschichte der Stadt Emden von 1611 bis 1749. Emden als quasiautonome Stadtrepublik. S. 37 und 38.

Groß- und Klein-Borssum hatten 1823 zusammen 273 Einwohner, davon 139 in Klein- und 134 in Groß-Brossum. Landwirtschaft und Fischerei bildeten die Grundlage des Wirtschaftslebens, wie der ostfriesische Chronist Fridrich Arends für das frühe 19. Jahrhundert vermerkt: „Die beiden Dörfer legen sich stark auf den Gartenbau, wozu die Nähe Emdens einladet. Man sieht allerhand Gartenfrüchte, besonders auch Erdbeeren, die in großer Menge angezogen werden, selbst Äcker besetzen; auch Obstbäume sind viele vorhanden; an wilden Bäumen fehlt es ebenfalls nicht; daher sie ein angenehmeres Ansehen haben, wie sonst auf der Marsch; auch stehen die Häuser nicht so dicht gedrängt wie daselbst gewöhnlich, weshalb man kaum glauben sollte, daß beide Dörfer zusammen nur 47 Häuser befassen. Die Emder besuchen sie im Sommer fleißig, oft bloß um frische Erdbeeren zu speisen, sonntags besonders. Einige der Einwohner ernähren sich auch vom Fischfang, namentlich dem der Butte, die in auf dem Watt ausgespannten Reusen gefangen werden. Sie bedienen sich dabei, um über den weichen Schlick zu kommen, der Kreier (...).“ Die Bedeutung des Obstanbaus für Borssum in jenen Tagen wird auch dadurch deutlich, dass die Zwetschgensorte Ortenauer Zwetschge in Norddeutschland auch Borssumer Zwetschge genannt wird, da sie dort zuerst angebaut wurde.

Die Hannoversche Westbahn wurde in diesem Abschnitt in den 1850er-Jahren gebaut. Ein Bahnhof wurde in Borssum jedoch nicht eröffnet.

In den Jahren der Weimarer Republik war Borssum eine Hochburg der KPD. Im Jahre 1928 verfügte die Partei über eine Mehrheit im kommunalen Rat.[6] Der Vorort Borssum wurde im selben Jahr nach Emden eingemeindet, was den Anteil der Arbeiterschaft an der Einwohnerzahl Emdens noch einmal erhöhte. Nach der „Machtergreifung“ blieb Borssum noch über mehrere Jahre (bis 1937) eine Hochburg des kommunistischen Widerstands in Emden.

Im Zuge des Bunkerbaus im Zweiten Weltkrieg entstand auch in Borssum an zentraler Stelle an der Schöpfwerkstraße ein Bunker. Der Bau wurde 1942 fertiggestellt. Wie bei den anderen Bunkern im Emder Stadtgebiet wurden auch beim Borssumer Bunker ausländische Fremd- und Zwangsarbeiter eingesetzt. Der dreistöckige Bunker fasste 714 Personen. Als einziger der Emder Bunker sollte er eine Küche der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt erhalten.

Hochhäuser an der Wilhelm-Leuschner-Straße vom Hafen aus gesehen, im Vordergrund einer der Kais für den Autoumschlag

Borssum ist insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg stark gewachsen und (inklusive der Siedlung Hilmarsum) mit rund 6100 Einwohnern der drittgrößte Emder Stadtteil. In dem Stadtteil wechseln sich ausgedehnte Einfamilienhaus-Siedlungen mit Hochhäusern bis zu acht Stockwerken ab. Ein Hochhaus-Komplex mit drei Gebäuden zu je zehn Stockwerken sowie umliegenden Wohngebäuden wurde in den 1970ern vom ehemals gewerkschaftseigenen Wohnungsbaukonzern Neue Heimat errichtet. Drei Straßen in diesem Teil Borssums sind nach bekannten Gewerkschaftern benannt: Wilhelm Leuschner, Hans Böckler und Edo Fimmen.

Einwohnerstatistik

Borssum und Hilmarsum zählten per 30. September 2012 zusammen 6156 Einwohner. Damit wohnen zwölf Prozent der Emder in Borssum und Hilmarsum, was den Stadtteil zum drittgrößten nach dem Stadtzentrum und Barenburg macht. Von den 6156 Einwohnern waren 437 Ausländer, was einem Anteil von 7,1 Prozent entspricht. Der Ausländeranteil liegt damit über dem städtischen Durchschnitt von 5,1 Prozent. In absoluten Zahlen ist der Ausländeranteil der dritthöchste nach dem Stadtzentrum und Barenburg, prozentual ist er der vierthöchste nach Früchteburg, Barenburg und dem Stadtzentrum.

Politik

Wie ganz Ostfriesland – und Emden im Besonderen – ist Borssum seit Jahrzehnten eine Hochburg der SPD.Dies gilt sowohl für lokale wie auch für Landtags- und Bundestagswahlen.

Wirtschaft und Verkehr

Blick auf die Borssumer Schleuse, im Hintergrund Teile des Hafens (rechts im Bild die Nordseewerke)

Das Borssumer Siel, das der Entwässerung der tief liegenden Flächen dient

Zur Gemarkung Borssums gehört der östliche Teil des Emder Hafens mit dem Ostteil des Neuen Binnenhafens samt dem Jarßumer Hafen, dem Binnenschiffshafen, dem Ölhafen, einem Teil des Stichkanals, dem Borßumer Hafen sowie dem Marinekai, der nach Abzug der Marine allerdings nicht mehr militärisch genutzt wird. Dementsprechend hoch ist die Bedeutung des Stadtteils als Wirtschaftsstandort in Emden. Zu den produzierenden Unternehmen, die sich im Borssumer Teil des Hafens befinden, gehört ein Betonturmwerk des in Aurich beheimateten Windkraftanlagenherstellers Enercon sowie das Produktionswerk des Emder Offshore-Windkraftanlagenherstellers BARD. Angesiedelt haben sich zudem der Flüssigkreidehersteller Omya, der das Werk der Nordland-Papier in Dörpen im Emsland beliefert, und ein Fettrecycling-Unternehmen. Ebenfalls im Borssumer Teil des Hafens befindet sich das Emder Kraftwerk.

Zu den Hafendienstleistern zählen mehrere Betriebe, die mit dem Umschlag von Baustoffen befasst sind, der vor allem auf dem früheren Erzumschlagsgelände am Südkai des Neuen Binnenhafens stattfindet. Auf einem größeren Areal an der Eichstraße findet der Umschlag von Kraftfahrzeugen statt. In der Nähe ist ein Betrieb angesiedelt, der sich mit der Verschiffung von Ersatzteilen für Audi-Fahrzeuge befasst. Zunehmende Bedeutung erhält der Umschlag von Windenergieanlagen von Enercon, den der Hafendienstleister EPAS am Nordkai des Neuen Binnenhafens betreibt.

Der Borssumer Teil des Hafens hat eine Anbindung an die Emslandstrecke der Bahn von Emden in Richtung Rheine. Vor allem für den Fahrzeugumschlag, in zunehmendem Maße auch für den Transport von Windkraftanlagenteilen von Aurich in den Emder Hafen, werden die Bahnanlagen noch stets genutzt. Bis in die frühen 1980er-Jahre hinein lief über die Schienen der Erzverkehr von Emden in Richtung Ruhrgebiet, aber auch zu Hütten im Saarland. Aus jener Zeit sind noch umfangreiche Rangieranlagen vorhanden.

In einem kleinen Gewerbegebiet an der Nordseite der Hauptdurchgangsstraße Petkumer Straße haben sich Nahversorger für den Ortsteil, aber auch darüber hinaus angesiedelt. Weitere Geschäfte befinden sich vor allem im Ortskern, und hier entlang der Petkumer Straße.

Borssum liegt nahe dem Emsufer und verfügt über ein Siel zur Entwässerung des tief liegenden Umlandes. Die Borssumer Gemarkung gehört, wie auch die östlicher gelegenen Stadtteile, dem Entwässerungsverband Oldersum an. Die Borssumer Schleuse ist für die Sportschifffahrt in Ostfriesland von erheblicher Bedeutung, da sie den Emder Hafen (und damit den Zugang zur See) mit dem Ems-Seitenkanal (und damit dem innerostfriesischen Wasserstraßennetz) verbindet, ohne die Strecke durch den Falderndelft und die Kesselschleuse benutzen zu müssen - was für die Skipper einen Zeitgewinn bedeutet und zudem weniger Brückenöffnungen notwendig macht.

Die Borssumer Gemarkung nördlich des Ems-Seitenkanals besteht ausschließlich aus Landwirtschaftsflächen, die in erster Linie als Weiden genutzt werden. In geringerem Umfang findet auch der Anbau von Feldfrüchten statt.

Die Hauptstraße durch Borssum ist die Landesstraße 2 von Neermoor über Emden und Rysum nach Pewsum. Bei dem Abschnitt zwischen Neermoor und der Emder Innenstadt, also auch dem Borssumer, handelt es sich um die ehemalige Bundesstraße 70, die nach dem Bau der Bundesautobahn 31 entwidmet und zur Landesstraße herabgestuft wurde. Im Borssumer Ortskern ist sie zweispurig ausgebaut, von der Einmündung des Wykhoffweges bis in den Nachbarstadtteil Kolonie Friesland vierspurig. Um jenen Nachbarstadtteil vom Durchgangsverkehr (besonders dem Lastverkehr) in den östlichen Teil des Hafens zu entlasten, ist eine Umgehungsstraße geplant, die von der Hafenzufahrt über das Gebiet des jetzigen Umspannwerks bis zum Autobahnzubringer zur Anschlussstelle Emden-Ost führen soll. Das Umspannwerk soll an anderer Stelle neu errichtet werden: Es ist am Liekeweg nördlich des Ems-Seitenkanals vorgesehen. Das übrige Straßennetz Borssums besteht aus städtischen Straßen, bis auf wenige Ausnahmen sind die Straßen in den Wohngebieten als Tempo 30-nen ausgewiesen. Entlang der Landesstraße bestehen separate Radwege.

Der öffentliche Nahverkehr in Borssum wird durch die Linie 501 des städtischen Tochterunternehmens Stadtverkehr Emden sichergestellt. Die Linie führt von Petkum über Borssum in Richtung Innenstadt und weiter über Barenburg nach Harsweg. Sie verbindet damit mehrere der größten Stadtteile und ist somit die am stärksten frequentierteste Emdens. Darüber hinaus verkehrt eine Linie der Bahn-Tochtergesellschaft Weser-Ems-Bus vom Emder Hauptbahnhof über Borssum, Oldersum und Neermoor nach Leer.

Bildung

Borssum verfügt über zwei Schulen und drei Kindertagesstätten. Die Westerburgschule ist nach einer der drei mittelalterlichen Burgen benannt und dient als Grundschule. Die Osterburgschule ist derzeit (Stand: April 2013) noch die Integrierte Gesamtschule Emdens, die jedoch nach Plänen der Stadtverwaltung in den kommenden Jahren in ein Gebäude in der Innenstadt umziehen soll. Nach diesen Plänen würde die Osterburgschule hernach wieder eine Haupt- und Realschule, was sie auch zuvor gewesen war. Für die frühkindliche Bildung stehen der von der Emder Arbeiterwohlfahrt betriebene Kindergarten Sonnenstrahl, der von der evangelisch-reformierten Kirche geführte Kindergarten Borssum sowie voraussichtlich ab Herbst 2013 der von den Ostfriesischen Beschützenden Werkstätten betriebene Integrationskindergarten Kinnerhuus Mittenmang zur Verfügung.

Kirchen

In Borssum existieren zwei evangelisch-reformierte und eine evangelisch-lutherische Kirche. Die romanische St.-Nikolaus-Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist eines der ältesten Gebäude Emdens. Die Kirche wurde bis Ende des 20. Jahrhunderts umfassend renoviert und dient seit 2004 wieder gelegentlich als Kapelle für Bestattungen, als Hochzeitskirche, für Familienfeiern und für Andachten. Die zweite reformierte Kirche des Stadtteils ist die in den Jahren 1912/13 vom Berliner Architekten Otto March im Jugendstil erbaute neue reformierte Kirche, die bis zur Renovierung der alten reformierten Kirche das einzige genutzte reformierte Gotteshaus Borssums war. Neben der ebenfalls von March entworfenen Reformierten Kirche auf Borkum ist sie die einzige dem Jugendstil zuzuordnende Kirche Ostfrieslands. Sie steht auf dem Grund der mittelalterlichen Kirche Klein-Borssums, die für den Bau der neuen Kirche abgerissen wurde. Dritte evangelische Kirche des Stadtteils ist die lutherische Kirche am Liekeweg, ein Nachkriegsbau für die nach dem Zweiten Weltkrieg stark angestiegene Zahl von Christen lutherischen Glauben im Stadtteil. Kirchengebäude anderer Konfessionen gibt es in Borssum nicht. Die Zusammenarbeit der reformierten und der lutherischen Gemeinde äußert sich unter anderem in einem gemeinsamen Erntedankfest und in gemeinsamen Gottesdiensten auf dem Emsdeich in Borssum. Von den 6156 Einwohnern des Stadtteils gehören 1999 der lutherischen und 1928 der reformierten Kirche an, weitere 436 Personen sind römisch-katholisch. Einer anderen oder keiner Konfession gehören 1793 Personen an (Stand: 2012).

Quelle: Wikipedia