Ev.-luth. Erlösergemeinde Emden-Borssum

Feste

Landeskirche führt "Trauung für alle" ein


In der ev.-luth. Erlösergemeinde fand am 10.1.2004 erstmals  eine Fürbittandacht für ein gleichgeschichtliches Paar statt. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat nun homosexuellen Paaren den Weg zur kirchlichen Trauung geöffnet.  Gleichgeschlechtliche Paare werden damit vor dem Traualtar künftig genauso behandelt werden wie Paare von Frau und Mann. Der Bischofsrat erklärte in einem Synodenpapier, es gebe keine theologisch zwingenden Gründe, eine prinzipielle Differenz zwischen der Ehe von Menschen unterschiedlichen und gleichen Geschlechts beizubehalten. „Es gibt folgerichtig auch keinen Grund, Menschen, die als staatlich getraute Ehepaare zu uns kommen, eine kirchliche Trauung zu verweigern.“  Seit 2014 gab es in der Landeskirche bereits öffentliche Gottesdienste zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Diese unterschieden sich in der Praxis allerdings kaum von offiziellen Trauungen. Seit 2002 waren Fürbittandachten üblich. Landesbischof Ralf Meister setzte sichdafür ein, das evangelische Verständnis der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Dadurch werde die Ehevorstellung gestärkt, betonte er. Die Trauung homosexueller Paare wird in den Gemeinden der Landeskirche künftig ins Kirchenbuch eingetragen. Ein besonderes Register für die Segnung gleichgeschlechtlicher Partner entfällt. Jahrelang mussten Pfarrer verschweigen, dass sie homosexuell waren, weil sie ein Berufsverbot fürchteten. Landesbischof Ralf Meister hat sich für die jahrzehntelange Diskriminierung entschuldigt – und erhielt Beifall von der Landessynode.

 Bischof Meister zur „Ehe für alle“ und „Homosexualität“: „Menschen leben nicht nur in der Ehe zwischen Mann und Frau, sondern auch in anderen Beziehungsformen in Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Verantwortung miteinander. Wir begrüßen es deshalb, wenn der Bundestag die Ehe für gleichgeschlechtlichen Partnerschaften öffnet. Homosexualität ist aus Sicht der Landeskirche weder Sünde noch muss sie geheilt werden. Das steht klar und deutlich in der Gottesdienstordnung für Segnungen von Paaren in eingetragener Lebenspartnerschaft: „Als Kirche begrüßen wir, wenn in gleichgeschlechtlicher Beziehung lebende Menschen eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen und diese unter Gottes Wort und Segen stellen“, und: „In der Gemeinde Jesu Christi sind Unterschiede von Herkunft, Geschlecht und sexueller Orientierung aufgehoben.“

Herzlichen Glückwunsch zur Konfirmation:

Am Vorabend findet jeweils die Feier des Heiligen Abendmahls um 18.15 Uhr statt. Dazu sind neben den Konfirmanden und Konfirmandinnen die Familien, insbesondere Eltern und Paten, herzlich eingeladen.

Der Vorstellungsgottesdienst der Konfirmand*innenfindet statt am 17. März um 10 Uhr.

Am Sonntag Jubilate, dem 12.5.2019, wird die Gruppe „Hiroshima -Gingko“ durch Pastor Wolfgang Ritter konfirmiert

Am Sonntag Quasimodogeniti, dem 28.4.2019, wird die Gruppe „Luther -Eiche“ durch Pastor Wolfgang Ritter konfirmiert

Anmeldung zur Konfirmation 2021!! Am Dienstag, den 14. Mai, von 16-18 Uhr. Die Jungen und Mädchen, die am 30. Juni das 12. Lebensjahr vollendet haben und /oder nach den Sommerferien in die 7. Klasse kommen, können angemeldet werden. Bitte das Stammbuch mitbringen. Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.
Quelle: Erlser Borssum
Weihnachtsgottesdienstmit der Westerburgschule

Auf Initiative von Lehrkräften der Wes-terburgschule feierte die Erlösergemein-de einen heiteren Weihnachtsgottes-dienst mit den 3. und 4. Klassen. Es gab Weihnachtslieder, eine Erzählpan-tomime zum Propheten Jesaja durch Petra Budde und einermutigendesGe-sprächüber Strohstern und Christbaum-kugel, das Pastor Ritter leitete.Gebete wurden u.a. von der Schulleiterin Silvana Schmidt, sowie Schülern und Schülerin-nen übernommen. Fazit: Gernewieder!

Wiehnacht bi uns

Ausgerechnet das Flüchtlingsmädchen Suleika findet die ohnmächtige Frau Janssen und ruft Rettungskräfte herbei. Alle können dann doch noch fröhlich und friedlich miteinander Weihnachten feiern. Im Bild: Engel, Suleika, drei heilige Könige, Ma-ria, Josef mit dem Kind, fünf Hirten. 20 jun-gen Schauspieler*innen haben den fast 400 Besuchern und Besucherinnen des Krippen-spiels einen wunderschönen Heiligen Abend bereitet!

Die Heitere Hirtenweihnacht

zieht junge und jung gebliebene Menschen um 23 Uhr in die Kirche. Da geht es oft launig zu und wird lustig vorgetragen, aber mit Sinn und Tiefsinn. Das Team um Julia Janssen war großartig und mitreißend: Julia Janssen, Svea Poppen, Sina Spannhoff, Marius Wybrands, Frauke Janssen, Malte Pesec, Leonie Schulz und Sina Gers. Dazu noch ein gut besuchter Predigtgottesdienst mit dem Chor und zwei Taufen am 2. Weihnachtstag. Da hat dann Christina Ross das Ave Maria von Beyonce gesungen. Schön!

Dr. Jörg Weissmann vom Ärztlichen Dienst im Tagesaufenthalt Emden sprach über seine Erfahrungen im Umgang mit Obdachlosen. Viele sorgten sich um Essen, Trinken und eine Unterkunft. „Diese Menschen fühlen sich nicht frei. Sie haben Angst und fliehen oftmals in den Alkohol.“ Es gäbe aber auch andere, die sich gerade befreit fühlen, weil sie mit weniger auskommen als andere. Hannes Sanders von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Emden, Evangelischer Diakonieverband in Ostfriesland sagte: „In der Suchtberatung erlebe ich, wie Sucht unfrei macht, aber auch, wie Menschen in ihrer Freiheit wachsen, wenn sie unabhängig werden von ihrer Sucht. Es ist schön für mich zu sehen, wenn andere freier werden. Dabei begleiten wir Menschen.“ Sebastian Khodaddad flüchtete aus dem Iran und ließ sich im Mai 2016 in der Ev.-luth. Erlösergemeinde Emden-Borssum taufen: „Ich bin dankbar für die Freiheit, die Jesus Christus mir geschenkt hat. Ich bin frei, zu beten, zur Kirche zu gehen und seine Freiheit zu verkündigen. Freiheit bedeutet für mich ein Leben ohne Hass und Sünde.“

Bernd Bornemann sprach als Oberbürgermeister der Reformationsstadt Emden ein Grußwort: „Mit dem heutigen Reformationstag feiern wir in diesem Jahr eines der zentralen Ereignisse unserer Geschichte“, so Bornemann. „Die Reformation hat nicht nur unser Land und Europa stark geprägt, sie hat auch Fragen aufgeworfen, die uns bis heute beschäftigen. Was vor 500 Jahren geschah, ist nicht nur für unsere christlichen Kirchen von großer Bedeutung, sondern für die ganze Gesellschaft. Europa musste lernen, wie man ein friedliches Nebeneinander der Konfessionen gewährleistet.“ Der Reformationstag lade dazu ein, nach dem Verhältnis von Politik und Religion, von Staat und Kirche zu fragen. Der Blick auf 500 Jahre Reformationsgeschichte mache bewusst, welch hohen Wert Religions- und Gewissensfreiheit sowie religiöse Toleranz für die einzelnen Menschen wie die Gesellschaft hätten. Emden werde auch weiterhin Zeichen setzen für Kooperation und für Zusammenhalt, getreu dem Emder Wahlspruch: „Durch Eintracht wachsen kleine Dinge“.

„Riesen-Festival im Kirchenpark“

Zu ihrem Fest „Luther 2017 - Seid mutig” im Kirchenpark hatte die lutherische Erlösergemeinde eingeladen. Rund um die Kirche im Liekeweg wurde mehreren hundert Besuchern ein ausgesprochen buntes Programm geboten.

So galt es unter anderem, einen MutParcours zu meistern, für den es bei Corinna Westermann Urkunden gab. Peter Rothe zeigte „Selbstverteidigung für Kinder“. In der Bastelhütte musste auf das Schminken teilweise geduldig gewartet werden. Dazu gab es kleine Schmuckkreuze zu basteln. Zu Kaffee und Kuchen waren Menschen verschiedener Kulturen auf das Gelände gekommen. Die Sprachlernklassen der Gemeinde haben sich tüchtig eingebracht. Dazu kam die Besichtigung eines Feuerwehrautos und eines Rettungswagens. Der Chor „Farbtupfer“ ermuntert zum Mitsingen. Die Mittelalter-Musikgruppe „Nocturna“ begeisterte mit Folklore auf Dudelsack und alten Instrumenten. Dazu gab es Stockbrot über dem offenen Feuer. Puppentheater, ein Gottesdienst mit den „behüteten“ Gitarren und eine „Gartenparty mit Hut“ und der Gruppe „Firefly“ rundeten den Tag ab. Auch der Regen am Vormittag konnte die Freude an dem Fest nicht trüben. Lediglich am Abend war es etwas kühl.
Borssumer feierten 4. Fest der Begegnung Am 3. September hatte die Stadtteilinitiative Borssum (SiBo) zum 4. „Fest der Begegnung“ eingeladen. „Wir sind sehr zufrieden über die gute Kooperation verschiedener Einrichtungen. Es ist außerdem ein deutliches Zeichen, dass diese Oberschule in Borssum willkommen und angekommen ist,“ sagte der Moderator für die SIBO, Pastor Wolfgang Ritter (links). Nach zwei Festen in der Wilhelm-LeuschnerStraße und einem auf dem Blau-Weiß Sportplatz fand das Fest diesmal auf dem Gelände der Oberschule Borssum statt.

In mehreren Sprachen war im Vorfeld mit Flyern auf das Fest aufmerksam gemacht worden. Viele Menschen waren gekommen. Das Jugendzentrum Borssum (oben rechts) hatte ein Soccerturnier organisiert und ein internationales Buffet aufgebaut. Der absolute Renner war die große Show der Freiwilligen Feuerwehr Borssum und des Deutschen Roten Kreuzes: Sie inszenierten mit mehreren Fahrzeugen einen Rettungseinsatz“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtteilinitiative. Der MutprobenParcours der Erlösergemeinde, der von Peter Rothe, Lukas Fahrenholz und Wolfgang Ritter aufgebaut und betreut wurde, fand regen Zuspruch. Dort gab es einen Riesenball und eine Slackline, um zu balancieren (Bilder unten). Auch die Outdoor-Geräte des Vereins Blau-Weiß Borssum kamen gut an. Infos über heimische Tiere gab es von den Emder Jägern. Die Oberschule Borssum sorgte für Bewegung mit Rudergeräten und dem Geschicklichkeitsspiel Jakkolo. Die Schulstation baute eine Apfelschälmaschine auf. Die Äpfel kamen vom Ökowerk. Der Förderverein der Westerburgschule bot Dosenwerfen und Kinderschminken an. Zudem konnten die Kinder Seifenblasen machen. Der Elterntreff der Westerburgschule (AWO Kreisverband), der Ortsverband der SPD sowie die Elternvertreter der Oberschule Borssum kümmerten sich um Kaffee, Waffeln, Bratwürstchen und Kaltgetränke.
Erlöserkirche: Konzert des Kiewer Orgeltrios.
Die etwa 30 Besucher und Besucherinnen hatten ein intensives Musikerlebnis in einer sehr persönlichen Atmosphäre. Sie hörten Stücke von Mozart, Salieri, Bortnianskij und Benninghoff, die hinreißend dargeboten wurden. Nach dem Konzert wurde um eine Spende für die ukrainischen Künstler gebeten.

Foto von links: Oleksandr Babintschuk (Violine), Ortwin Benninghoff (Orgel), Oksana Popsuy (Violine), Wassilij Kolyabijuk (Bassbariton) und Wolfgang Ritter, Pastor.
Quelle: Erlser Borssum

Regenbogen-Fest(ival) im Kirchenpark

Die Botschaft war klar: Gottes Welt ist bunt – gegen das Grau des Alltags und manche Schwarzmalerei. Das Regenbogen - Fest(ival) machte seinem Motto auch sonst alle Ehre. Sonne, Wolken und Regen wechselten einander ab und waren teilweise gleichzeitig da. Das Fest am 4. September begann um 15 Uhr mit einem Familiengottesdienst, den der Kindergottesdienst sehr liebevoll und kräftig mitgestaltet hatte. Es war wieder ein schönes Fest von Haupt- und Ehrenamtlichen für viele Menschen.
Beim Kuchenbuffet gab es eine liebevoll vorbereitestes, reichliches Angebot, das durch fair gehandelten Kaffee und andere Produkte aus dem „Weltladen“ ergänzt wurde. Beim Spieleparcours war Kreativität gefragt. Er wurde von Jugendlichen und Erwachsenen für Kinder gestaltet. Der Montagskreis knotete unzählige Schlüsselanhänger in Regenbogenfarben. Die Feuerwehr machte eine Vorführung und hatte dazu ein Feuerwehrauto mitgebracht. Die Shanty-Gruppe nutzte die Veranda der Blockhütte als Bühne, bevor die Erzieherinnen dort mit den Kindern basteln konnten. Die Gitarrenkreise luden zum sog. Rudelsingen ein. Mit einer Luftballonaktion (biologisch abbaubar!) schickten die Besucher gute Wünsche in die Welt und in den Himmel. Motorräder lockten auf dem Parkplatz, um damit erstmals oder wieder eine Runde zu drehen. Am Abend gab es einen toll organisierten Grillstand, der mit vielen selbst gemachten Salaten aufwarten konnte.

Die Over the Rainbow-Party mit Oliver Jüchems und Mathias Diesel war kleiner als in anderen Jahren und war dennoch ein ganz besonderes Erlebnis. Von Anfang an war die gute Laune der Musiker auf der Veranda ansteckend. Die wegen des schlechten Wetters nicht so zahlreich erschienenen Gäste waren begeistert. Mit welcher Leichtigkeit die Musiker Rockklassiker zu Gehör brachten war beeindruckend. Mathias Diesel spielte Bass und Schlagzeug gleichzeitig. Heraus kamen bekannte und weniger bekannte Stücke wie z.B. „Nothing else matters“, „Wish you were here“ oder „Hotel California“, aber eben auch „Over the Rainbow „in gleich zwei Versionen. Die bunten Lichterketten verbreiteten dazu bis in den späten Abend ein stimmungsvolles Licht.

Kritik gab es auch: Der „Chorwurm“ hat uns wieder gefehlt. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr.

Dennoch: Es war zweifellos wieder das beste Stadtteil-Open-Air-Konzert des Jahres. Borssum erlebte den vielleicht ausgelassensten Sommerabend im Regen, den es je gab.